Programm

Alle 19 Programmpunkte können hier vom 30. September 2020 19 Uhr bis zum 7. Oktober 2020 23 Uhr angesehen und angehört werden. Ein Festivalpass für das Programm erhalten sie hier.

Dokumentarfilm
In den steirischen Alpen führt ein selbstgelernter Mechaniker einen Handel mit gebrauchten Autos und Ersatzteile zwischen Österreich und seiner alten Heimat Nigeria: Ein mysteriöses Versprechen ewiger Ressourcen trifft auf Erinnerungen an eine verloren geglaubte Freundschaft. Weiter ...
Dokumentarfilm
Nachdem Unilever 2010 die Schließung der profitablen Teefabrik „Fralib“ ankündigte, besetzen die Arbeiter*innen 1336 Tage lang die Fabrik, um sie anschließend zu übernehmen. Damit und mit der Produktion unter der Kontrolle der Arbeiter*innen hat allerdings ein neuer Kampf begonnen. Kann dieses Alternativprojekt auf einem übersättigten, hart umkämpften Markt durchführbar sein? Weiter ...
Dokumentarfilm
Den Spuren der Hündin Laika, des ersten Lebewesens im All, folgend und aus Perspektive der Hunde gedreht, begleitet „SPACE DOGS“ die Abenteuer ihrer Nachfahren: zweier Straßenhunde im heutigen Moskau. Verwoben mit bisher unveröffentlichtem Filmmaterial aus der Ära der sowjetischen Raumfahrt formt sich eine magische Erzählung über die Moskauer Straßenhunde – vom Aufstieg in den Weltraum bis zum Leben am Erdboden. Weiter ...
Dokumentarfilm
„The Whale and the Raven“ thematisiert in beeindruckenden Landschafts- und Tieraufnahmen die Arbeit zweier Walforschenden in British Columbia (Kanada) deren Idyll durch eine Ölfirma bedroht wird. Die Regisseurin Mirjam Leuze wirft die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen, oder was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären. Weiter ...
Dokumentarfilm
Heinrich Klotz gründete 1984 das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt und später das Zentrum für Kunst und Medien und die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Der Film, der gänzlich auf Archivbilder zurückgreift, zeigt sowohl den Privatmenschen als auch den Theoretiker auf einfühlsame Art und Weise. Weiter ...
Dokumentarfilm
Seit 2015 begleitet die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes und gegen die Zerstörung der Dörfer am Rand der Braunkohletagebaue. Zuerst ist es nur ein Aufbegehren einzelner Gruppen mit unterschiedlichen Zielen, doch im Herbst 2018 wird der Protest gegen die Rodung schließlich zu einer breiten überregionalen Bewegung. Weiter ...
Hördokumentation
Das in den Bergen von Damaskus gelegene Militärgefängnis Saydnaya gilt als Todesfabrik. Da sie nichts sehen dürfen, tragen Geräusche die Erinnerungen der Überlebenden. Geräusch für Geräusch rekonstruiert der Zeuge den Nicht-Ort Sadnaya und fasst schwer Sagbares in Worte. Weiter ...
Dokumentarfilm
Der Film führt uns in die Müllstadt in Kairo, wo die Kopten von der Beseitigung der Zivilisationsreste leben. In betörenden Bildern wendet er sich der Schönheit des Abfalls, des Drecks und der Umweltzerstörung zu. Weiter ...
Hördokumentation
Die USA erleben derzeit die dramatischste Drogenkrise ihrer Geschichte. Währenddessen unterstützt die Familie Sackler, Eigentümer von Purdue Pharma, dem Hersteller von Oxycontin, einem Schmerzmittel auf Opiatbasis, mit dem mit diesem Schmerzmittel verdienten Geld Kunst und Wissenschaft. Ein Feature über Pharma-Business und Politik und das Drogenelend in der US-amerikanischen Provinz, das die edlen Kunsttempel in den Städten finanziert. Weiter ...
Hördokumentation
Der Student Gregor S. erwirbt 1999 eine unsanierte Wohnung in Berlin-Friedrichshain: für 65.000 DM. 20 Jahre später muss er seine Wohnung verkaufen. Ein Feature über den Ausverkauf der Stadt. Und über das Politische im Privaten. Weiter ...
Dokumentarfilm
Der Film beobachtet Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt Mosaik in Berlin-Spandau bei ihrer Arbeit. Was anfangs wie ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Behinderung wirkt, erweist sich als ein Ort der Grenzüberschreitung. Hier vollzieht sich sichtbar eine Verwandlung, eine Aneignung von Welt und eine künstlerische Zwiesprache mit ihr. Weiter ...
Hördokumentation
Am 3. Juni 1998 sterben in Eschede 101 Menschen bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Eines der Todesopfer war die Mutter der Autorin. Erst anlässlich des 20. Jahrestages des Unglücks beginnt die Miriam Arndts, mit ihren beiden Schwestern über den Tod der Mutter zu sprechen. Weiter ...
Hördokumentation
So wie fast die Hälfte aller ehemaligen Straftäter in Deutschland, die eine Freiheitsstrafe im Gefängnis verbüßt haben, wird auch der Bruder der Autorin Jurate Braginaite, Paul, immer wieder rückfällig und landet im Gefängnis. Sie begleitet ihn und baut aus dem akustischen Material eine Radiotrilogie zwischen Freiheit, Knast und Therapie. Weiter ...
Dokumentarfilm
Gesa Hollerbachs unaufgeregter Dokumentarfilm porträtiert vier Menschen und deren Schicksale. Alle haben sie sehr unterschiedliche Hintergründe: eine Bürgermeisterin, ein Astronom, ein Gastronom, eine Bäuerin, die sich im Europaparlament engagiert. Beheimatet sind sie alle auf dem Land in Sachsen, im Allgäu und in Österreich. Am Ende vereint sie der gemeinsame Kampf für ihre jeweilige Heimat. Weiter ...
Hördokumentation
Auf Grundlage der Kassiber, mit denen sich die isolierten RAF-Gefangenen während des Hungerstreiks in Stammheim verständigten, versucht das Stück, etwas über die Macht von Namen und Benennungen herauszubekommen und darüber, wie sich Hierarchien sprachlich abbilden und verfestigen. Weiter ...
Dokumentarfilm
„POST MORTEM berlin“ zeigt die Choreographie der letzten Reise eines Körpers. Wir erleben den Ablauf einer Kremation von der Anlieferung des Sarges bis zum Befüllen der Aschekapsel. Die technisch und hygienisch perfektionierte Kremation macht den Vorgang zu einem industrialisierten Ritual Weiter ...
Hördokumentation
Überall in der DDR fristeten Tausende psychisch Kranke und geistig Behinderte auf Verwahrstationen ein menschenunwürdiges Dasein. Die Autorin lernte 1990 als Hilfskraft die Kinderstation in Altscherbitz (bei Leipzig) kennen. Fast 30 Jahre später machte sie sich auf die Suche nach den Kindern von damals und stieß auf eine Mauer des Schweigens. Weiter ...
Dokumentarfilm
Nahezu unbemerkt von neu Zugezogenen und den Touristenströmen, die heute die Berliner Mitte prägen, nur ein Steinwurf von der Berliner Volksbühne entfernt, liegt die Kleine Bremer Höhe. Was heißt das eigentlich, sich einen Raum aneignen?, fragt der Filmemacher und Hausbewohner Matthias Lintner gleich zu Beginn seines Films und gibt uns mit seiner Liebeserklärung an seine Nachbarn die Antwort gleich hinterher. Er bleibt nah an seinen Mitbewohnern dran, die sich hier ihre eigene Welt erschaffen haben und verweigert konsequent den Blick nach draußen. Weiter ...
Dokumentarfilm
In seiner Heimatstadt, einem ehemaligen Industriestandort in Lothringen, folgt Jonathan Rescigno einzelnen Menschen und verbindet deren Geschichten lose miteinander. Fragen nach dem Arbeitskampf, der Solidarität und den Verschiebungen dieser Begriffe in der Gegenwart kommen auf. Weiter ...