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Eine 93-jährige Frau, allein in ihrem leergewordenen Haus. Der Film begleitet sie durch einen einzigen Tag: Ankleiden, Kochen, Kreuzworträtsel, Brillesuchen. Dann öffnen sich Lücken in der Erzählung – eine Ameise auf langem Weg, Licht beim langsamen Verschwinden. Ein dokufiktionaler Film über Gesten, Gewohnheiten und das stille Gewicht des Alltags.
Max Koller
Dokumentarfilm
61 Min.
Deutsch
Seit 2022 sind rund 350.000 Kinder aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Max, 14, will zurück – sein Land aufbauen, Politiker werden. Ivan, 18, träumt von einer Karriere als Opernsänger und will bleiben. Mariia, 19, hat keinen Ort mehr, zu dem sie zurückkehren könnte: Das Haus in Mariupol wurde zerbombt. Aus Kindern sind junge Erwachsene geworden – und die Fragen werden existenzieller.
Inga Lizengevic
Hördokumentation
53 Min.
Deutsch, Ukrainisch
Josephine Dickinson ist seit ihrem sechsten Lebensjahr taub. Sie studierte in Oxford, schlug eine Karriere als Komponistin und Dichterin in London ein – und zog mit Ende 30 in ein abgelegenes Dorf im Nordwesten Englands, um mit einem viel älteren Schafzüchter zu leben. Ludwig Bergers feinziseliertes Feature trifft sie 68-jährig inmitten der nordenglischen Landschaft. Wie hört sie die Welt? Wie komponiert sie?
Ludwig Berger
Hördokumentation
50 Min.
Deutsch, Englisch
Lange Nächte, leere Autobahnen, enge Kabinen. Andrès und seine Kollegen halten die Logistik am Laufen – unter Zeitdruck, im Takt eines Systems, das von ihrer Ausdauer lebt und sie gleichzeitig aufreibt. Ein Blick in eine Branche, die alles liefert und selbst kaum gesehen wird.
Dokumentarfilm
92 Min.
Französisch
Am 18. Januar 1996 brennt das Asylbewerberheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck. Zehn Menschen sterben – sieben Kinder und drei Erwachsene aus Zaire, Angola, Togo und dem Libanon, die Jüngsten in Deutschland geboren. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Dreißig Jahre später fragen Steffi Wassermann und Erika Harzer: Was bedeutet das für die Betroffenen – und für die Stadt?
Steffi Wassermann und Erika Harzer
Hördokumentation
55 Min.
Deutsch
Über zwei Millionen Palästinenser versuchen einen erbarmungslosen Krieg zu überleben. Mittendrin: UN-Mitarbeitende, Pflegepersonal, Medizinerinnen und NGO-Mitarbeiter. Jeden Tag müssen sie neue Wege finden, um den Mangel an lebensnotwendigen Materialien auszugleichen. Das Feature von Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola gibt ihren Erfahrungsberichten Raum – und sammelt ein düsteres Bild der humanitären Lage aus der Perspektive derer, die medizinisch, psychologisch und mit Lebensmitteln zu helfen versuchen.
Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola
Hördokumentation
57 Min.
Deutsch, Englisch
Im Juli 1980 geht ein Foto um die Welt: 13 Menschen aus El Salvador verdursten in der Wüste von Arizona. Die junge Dora Herrera ist die einzige Überlebende. Jahrzehnte später befüllt sie gemeinsam mit Freiwilligen Wasserfässer in der Wüste und sucht nach menschlichen Überresten – damit verzweifelte Familien Abschied nehmen können. Denn die Migranten sind nicht aufzuhalten.
Arndt Peltner
Hördokumentation
54 Min.
Deutsch, Englisch
Studierende des Studiengangs Medienkunst der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe zeigen sechs dokumentarische und essayistische Kurzfilme sowie Hörstücke – persönliche, poetische und gesellschaftliche Perspektiven auf Arbeit, Erinnerung, Körper und Alltag. Im Anschluss sprechen die anwesenden Regisseurinnen und Regisseure über ihre Arbeit.
Dokumentarfilm
120 Min.
Können Feminismus und Religion koexistieren? Inna Shevchenko, einst bekannt als Anführerin der Oben-ohne-Proteste von FEMEN, tauscht den Protest gegen den Dialog – und reist zu Priesterinnen, Imaminnen, Rabbinerinnen und Theologinnen, um genau diese Frage zu stellen. Ein visuell beeindruckender, provokativer Dokumentarfilm, der uralte Symbole des Glaubens durch eine feministische Linse neu betrachtet.
Arash T. Riahi, Verena Soltiz
Dokumentarfilm
104 Min.
Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Französisch
Wälder verwüstet durch Trockenheit und Borkenkäfer im Bergischen Land, gerodet für Profit in Indonesien und der DR Kongo. Der Filmemacher Daniel Kötter lädt seine jahrelangen Kollaborationspartner – den Instrumentenbauer Ikbal Lubys und die Journalistin Olande Byamungu – in seine deutsche Heimat ein, um die Verwüstung gemeinsam anzusehen. Im Gegenzug führen sie ihn an die Orte ihrer eigenen Verluste. Ein dokumentarisches Märchen, das fragt: Was macht einen Wald aus – und wem gehört er?
Daniel Kötter
Dokumentarfilm
80 Min.
Deutsch, Indonesisch, Suaheli
Schicht für Schicht trägt der Film die Geschichte einer Familie ab und legt darunter zwei Diktaturen frei. In Gesprächen mit ihrem Großvater durchquert die Filmemacherin Nationalsozialismus, DDR und Nachwendezeit. Ein Film über Erinnerung, Vergessen – und die Frage, wie viel persönliche Verantwortung in einem Unrechtsregime möglich ist und eingefordert werden kann.
Laura Coppens
Dokumentarfilm
81 Min.
Deutsch
Majd und Shahfaisal leben in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Sie sind Teenager mit Träumen und Ängsten – ihre Lebensrealität geprägt von drohender Abschiebung, familiärem Druck und gesellschaftlicher Ablehnung. Was passiert nach der Flucht? Und was wird aus dem Erwachsenwerden, wenn der Ausnahmezustand der Normalzustand ist?
Marvin Menné
Dokumentarfilm
79 Min.
Deutsch, Arabisch, Paschtu