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Wenn es Liebe wäre

von Patric Chiha

18.09.2021 20:00 Uhr
Zwei Menschen bewegen sich in Zeitlupe aufeinander zu. Wir sehen sie in einer Großaufnahme, Schweißperlen laufen über die Gesichter, sie tragen Nylonjacken und laute Musik ist zu hören. Im grellen Licht der Scheinwerfer prallen sie voneinander ab, als würde man einen Gummiball gegen eine Betonwand werfen. Die ekstatische Szene ist Teil eines Tanzstücks der Choreografin Gisèle Vienne, angelehnt an die Rave Szene der 1990ziger. Teile von „Wenn es Liebe wäre“ sind Ausschnitte der Aufführungen, wobei sich Patric Chiha immer auf einzelne Interaktionen oder Personen konzentriert. Durchbrochen werden die bildgewaltigen Szenen von Interviews mit den Mitwirkenden. Sie sprechen über ihre Rollen und über sich selbst. Was steckt von ihnen in der Figur und was erleben sie dort? Nähe, Begehren, Lust, Zugehörigkeit sowie Angst und Zurückweisung sind zentrale Themen vor und hinter den Kulissen. Gefühle, die sich aus der Fiktion der Inszenierung in die Realität der Protagonistinnen und Protagonisten zurückübertragen. Doch nicht nur auf der Bühne mischen sich Inszenierung und Realität, auch der Film changiert in diesen Stadien und schafft hierdurch einen faszinierenden Einblick.
(Der Film wird am Sonntag, den 19.9. um 21 Uhr, im Open-Air Kino der Kinemathek wiederholt. Eintrittskarten können über die Website der Kinemathek erworben werden.)
Von Nils Menrad

  • Titel: Wenn es Liebe wäre
  • Von: Patric Chiha
  • Sprachen: Englisch, Französisch, Schwedisch
  • Produktionsland: Frankreich
  • Länge: 82 Min.
  • Untertitel: Deutsch
  • Webseite: http://www.filmgarten.at/si/
Foto: © Elsa Okazaki