VREME

Von Dragana Jovanovic

Vreme findet in einem abgelegenen Dorf statt, dessen Bewohner noch den Geist alter Zeiten mit sich tragen. Aber auch sie können sich dem Alterungsprozess nicht entziehen. Wald-straßen werden schmaler und man kommt fast nicht mehr durch das Rispengras. Bäume wachsen durch die Dächer vereinsamter Häuser. Die 87-jährige Vida hat ihre Familienmitglieder bereits vor langer Zeit verloren. Sie hat bereits ihren eigenen Grabstein und ihre Garderobe für die andere Welt vorbereitet. Ihre tägliche Routine ändert sich schlagartig, als ihr eine Nachbarin die Ankunft eines außergewöhnlichen Gasts prophezeit. Sie ist bereit für diesen letzten Gast, der sie mit sich nimmt, so glaubt sie. Im gleichen fern abgelegenen Dorf im Balkangebirge erlebt der junge Slavoljub eine außergewöhnliche Anziehung zur gleichaltrigen Vladana. Der Film vermischt naturverbundene Alltagsbeobachtungen und mystische Traumwelten.  »Mit diesem Film versuche ich, Leben und Tod zu verstehen, indem ich Zeit als eine Verbindung zwischen den beiden behandle. Zuerst sah ich meinen Film als eine Feier des Lebens. Später wurde er mehr ein Nachsinnen über den Tod, ein Instrument, welches Altes beseitigt, um Neuem den Weg zu bahnen. Wo auch immer wir hingehen, wir teilen den Tod als unseren letzten Halt.« (Dragana Jovanovic) Christine Reeh

Diese Arbeit wurden beim dokKa Festival 2017 präsentiert: 27.05.2017 21:15 Uhr

  • Von Dragana Jovanovic
  • Sprachen Serbisch
  • Produktionsland Deutschland
  • Länge 53
  • Untertitel Deutsch