Scheitern ist.

Von rilo chmielorz

Schon mal das Gift des Scheiterns in den Adern gespürt? Wenn man unbedingt etwas erreichen will und es dann nicht schafft? Was das Scheitern betrifft, sind doch eigentlich alle Experten, die Autorin selbst mit eingeschlossen. Das Wort Scheitern hat eine seltsame Ursprungsbedeutung, es kommt von dem Scheitern eines Schiffes, das in seine Scheite zerfällt: Ein Schiff, das sich auf offener See in seine Planken auseinanderlegt und untergeht. In unserer Gesellschaft gilt das Scheitern als Synonym für Versagen. Wenn man z.B. beruflich ein Vorhaben nicht verwirklicht, hat man versagt, ist beruflich gescheitert. Selbst der liebe Gott erlebt sich als scheiternd und das Alte Testament scheint geradezu ein Kompendium des Scheiterns zu sein. Aber wer ist nun eigentlich gescheitert? Ist Gott gescheitert, ist ein zu langsamer Schneider gescheitert, ist ein Hartz IV Empfänger ein Gescheiterter? Geschichten vom Scheitern werden im Hörspiel archiviert und katalogisiert: ein Institut zur Aneignung und Nachhaltigkeit des Scheiterns, ein Ort der Zuflucht für alle Scheiternde. Christine Reeh

Diese Arbeit wurden beim dokKa Festival 2017 präsentiert: 28.05.2017 13:30 Uhr

  • Von rilo chmielorz
  • Produktionsland Deutschland
  • Länge 53´22