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Rift Finfinnee

von Daniel Kötter

19.09.2021 18:00 Uhr +online
In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba (auf Oromo: Finfinee) passiert gerade vor allem eines: Es wird gebaut. Die Stadt ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Afrikas mit nahezu fünf Millionen Einwohner*innen. Um dem stetig wachsenden Zustrom begegnen zu können greift die Regierung zu immer drastischeren Mitteln; Menschen die am Rand der Stadt Land besitzen werden enteignet und vertrieben um Platz zu schaffen für die aus dem Boden schießenden Neubauten. Die Häuser werden wegen der mangelnden Infrastruktur größtenteils ohne die Hilfe von größerer Maschinerie gebaut, die Arbeiten sind mühsam und gefährlich.
An diesem Rand der Stadt bewegt sich Daniel Kötters Film, am „Riff“ der Stadt; folgt dem Fluss Akaki, nähert sich der Stadt an, umkreist sie. Unterlegt von einem sorgfältig gewebten Soundtrack, in dem sich die Geräusche einer Metropole vermischen mit den Geschichten derer, die von ihr vertrieben wurden, und derer, die in ihr leben, erzählt „Rift Finfinee“ eine Geschichte afrikanischer Urbanisierung mit den auf ihr liegenden Hoffnungen und Ängste, immer vor dem Hintergrund eines leise drohenden Bürgerkriegs.
Von Mo Frank

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