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Painkillers - Die Opiatkrise in den USA

von Lorenz Rollhäuser

Online von 30.09. 19 Uhr bis 7.10. 23 Uhr
Was unterscheidet ein illegales Drogenkartell von einem legalen Pharmakonzern? Eine spannende Frage die sich Lorenz Rollhäuser vielleicht vor seinem Stück über die seit einigen Jahren in den USA grassierende Drogenkrise gestellt hat. Viel zu lange wurden Schmerzmittel auf Basis von Opiaten sorglos, in großen Mengen und ohne weitere Kontrollen an oftmals uninformierte Patienten verschrieben und verkauft. Bezahlt die Krankenkasse nicht mehr, steigen viele der inzwischen abhängig gewordenen auf Heroin oder andere Suchtmittel um. Zu den Profiteuren dieses Systems gehören neben Ärzten und Apothekern im Besondern die Firma „Purdue Pharma“ der Familie Sackler. In den USA ist die Familie als Großspender für Kunst und Wissenschaft bekannt. Lorenz Rollhäuser konzentriert sich in seiner dichten Montage aus vielfältigen O-Tönen jedoch auf die von der Krise am stärksten Betroffenen. So zum Beispiel die Rettungssanitätern bei ihren täglichen Versuchen, Leben vor dem Tod durch Überdosis zu retten. Wie gelingt es den sogenannten „Drug Courts“ mit Kontrolle und Strafe wieder Normalität ins Leben von angeklagten Drogenabhängigen zu bringen? Auch die Künstlerin Nan Goldin war selbst opiatsüchtig und protestiert seit einiger Zeit in öffentlichen Aktionen gegen die Familie Sackler. Abschließend wirft die Hördokumentation noch einen Blick nach Europa, das die Familie Sackler mit „Purdue Pharma“ und ihren Lobbyisten längst im Fokus hat. Es verwundert wenig, dass auch hier die Rufe von Schmerztherapeuten nach einem breiteren Einsatz von Opiaten immer lauter werden.
Von Nils Menrad

dokKa-Talk - das Gespräch

Lorenz Rollhäuser