Drei Frauen

Maksym Melnyk

Dokumentarfilm

  • Sprachen: Ukrainisch, Deutsch
  • Produktionsland: Deutschland
  • Länge: 84
  • Untertitel: Deutsch
Drei Frauen

"Drei Frauen" ist ein filmisches Porträt des Dorfes Stuschyzja in den Karpaten, Ukraine. Stuschyzja liegt nahe der Grenze zu Polen und der Slowakei und hat etwa 1000 Einwohner. Maksym Melnyk begleitet drei Frauen: die Postbotin Maria, deren Poststelle ein Ort des Zusammenkommens ist, und die die wichtige Aufgabe hat, die Renten zu verteilen. Die Biologin Nelya sucht Fledermäuse in verlassenen Häusern, um deren Population zu bestimmen, während sie mit ihrem Auto kämpft, das gelegentlich nicht anspringt. Und schließlich die Bäuerin Hanna, eine Witwe, deren Sohn verstarb und die allein einen Hof mit Tieren bewirtschaftet.

Neben dem Alltag der drei Frauen bekommen wir einen Einblick in das Dorfleben, in dem Frauen sich um vieles kümmern, da sich ein Großteil der Männer sich im Ausland befindet, wo ihre Arbeit besser bezahlt wird. Geld ist immer wieder ein Thema, denn es fehlt an allen Ecken und Enden. Am Rande, fast nebenbei bekommen wir einen Einblick in die Wahlen 2019, bei denen Wolodymyr Selenskyj auch in Stuschyzja viele Stimmen bekommt.

Maksym Melnyk kommt seinen Protagonistinnen sehr nah, plaudert, scherzt, trinkt und isst mit ihnen und nutzt Wochenhoroskope um ins Gespräch zu kommen. Vieles spielt sich in den engen Räumen der Häuser ab. Eine besondere Beziehung entwickelt sich zu Hanna, mit der er und der Kameramann Weihnachten verbringen, der er zum Geburtstag Luftballons schenkt und mit der er über ihre Träume spricht. Doch nicht nur zu seinen Protagonistinnen baut Maksym Melnyk eine besondere Nähe auf – man spürt seine Verbundenheit zu dem Land und seinen Bewohnerinnen. Es gelingt ihm, ein einfühlsames Porträt einer Region und seiner Menschen zu schaffen.

Von Carmen Beckenbach

Maksym Melnyk

Diese Arbeit wurden beim dokKa Festival 2023 präsentiert: 02.12.0002 00:00 212-1

Carmen Beckenbach im Gespräch mit Maksym Melnyk

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Carmen Beckenbach im Gespräch mit Maksym Melnyk
Maksym Melnyk

Diese Arbeit wurden beim dokKa Festival 2023 präsentiert: 02.12.0002 00:00 212-1