Congo Calling

von Stephan Hilpert

30.05.2019 19:00 Uhr
Mit guten Wünschen eröffnet Frank-Walter Steinmeier zu Beginn von „Congo Calling“ die Landebahn eines Flughafens im östlichen Kongo. Doch der Zustand des Landes deutet sich schon in den ersten Bildern des Films an. Während ein Musiker der Polizeikapelle die zerbrochenen Becken zusammenschlägt, pfeift unter einem provisorischen Pavilion die Mikrofonanlage. Stephan Hilpert hat sich viel Zeit für die Begleitung seiner Protagonisten genommen. Drei Europäer hat er eineinhalb Jahre mit der Kamera porträtiert. Sie alle wollen den Menschen im Kongo helfen und kämpfen hierbei gegen eine Vielzahl von Widerständen. Während man mit einem Teil dieser Widrigkeiten rechnet, ermöglicht der lange Beobachtungszeitraum des Films eine unerwartete Tiefe und Genauigkeit. Der spanische Wissenschaftler Raul forscht über Rebellengruppen und will seinen kongolesischen Kollegen durch Arbeit und Gehalt zu Sicherheit und Zukunft verhelfen, hängt aber selbst an Drittmitteln der westlichen Welt. Was passiert mit seinen Forschungsgeldern, wenn er sich der Loyalität seiner Mitarbeiter nie ganz sicher sein kann? Der deutsche Entwicklungshelfer Peter soll nach über 30 Jahren in Rente gehen. Als er seine Miete nicht mehr bezahlen kann, ist die zugesagte Hilfsbereitschaft des Vermieters plötzlich nur noch ein hohles Versprechen. Wie sieht seine Zukunft im Alter aus? Die Belgierin Anne-Laure verliebt sich während der freiwilligen Arbeit für ein Musikfestival. Als ihr Freund nach einer Verhaftung plötzlich zum berühmten Regimekritiker wird, kämpft sie mit ihrer Beziehung.
Von Nils Menrad
Das Gespräch mit Diskussion zur Arbeit:
https://dokublog.de/audio/4354

  • Titel Congo Calling
  • Von Stephan Hilpert
  • Sprachen Französisch, Deutsch, Englisch, Kisuaheli
  • Produktionsland Deutschland
  • Länge 90 Min.
  • Untertitel Deutsch
  • Webseite http://www.congo-calling.com
  • Kontakt E-Mail mail@congo-calling.com
  • Kontakt www.congo-calling.com