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Aşk, Mark ve Ölüm - Liebe, D-Mark und Tod

Cem Kaya

Dokumentarfilm

  • Sprachen: Türkisch, Deutsch, Englisch
  • Produktionsland: Deutschland
  • Länge: 96 Min.
  • Untertitel: Deutsch
  • 27. Mai
  • 21:15 H
  • Kinemathek Karlsruhe
Ticket
  • 29. Mai
  • 21:15 H
  • Schauburg
Ticket
Aşk, Mark ve Ölüm - Liebe, D-Mark und Tod

Die unermüdliche Archivarbeit des Filmemachers Cem Kayas ermöglicht uns einen nicht gekannte Einblick in die deutsch-türkische Geschichte der Gastarbeiter und ihrer Musik. Mit dem Anwerbeabkommen von 1961 machten sich die ersten Arbeitsmigranten auf ihre Reise. Ihre Musik war für sie ein Stück Heimat, das sie mit sich brachten. In unzähligen Songs erzählten sie vom Gefühl der verlorenen Heimat, der Fließbandarbeit, den Schwierigkeiten mit der deutschen Kultur oder dem immer stärker werdenden Rassismus. Hierdurch entwickelte sich eine Musik, die es in dieser Form bisher nicht gab. Kaya skizziert diese Entwicklung mit längst verschollenen Archivaufnahmen und aktuellen Interviews mit den damaligen Protagonisten und folgt seiner Spur bis in die Dritten Generation der Gastarbeiter. Damals begann alles mit einer boomenden Muiskindustrie: die Musik traf ins Herz von vielen Arbeitsmigranten. Verkauft wurden Millionen von Musikkassetten von zum Beispiel Türküola und Uzelli. Goldenen Schallplatten wurden verliehen und Stars einer neuen Szene entstanden. So zum Beispiel Yüksel Özkasap, die Nachtigall von Köln, oder Aşık Metin Türköz („Mayestero“). Ihnen folgten jüngere Musiker:innen wie das Duo Derdiyoklar („Liebe Gabi“), Ozan Ata Canani („Deutsche Freunde“) oder Cem Karaca und die Kanaken („Mein Freund,der Deutsche“), die in ihren gesellschaftskritischen Liedern zum ersten Mal auch auf Deutsch sagen. Ein spannender und temporeich erzählter Film voller Details und zugleich ein unglaubliches Zeitdokument, dicht bepackt und voller Lebendigkeit.

Von Nils Menrad

Cem Kayas

Cem Kayas