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African Mirror

von Mischa Hedinger

Seine Reisedokumentationen wurden in den unterschiedlichsten Ländern im Fernsehen ausgestrahlt. Bei der Berlinale 1960 erhielt sein Film „Mandara – Zauber der schwarzen Wildnis“ eine lobende Erwähnung, seine Bücher waren Verkaufsschlager und fanden sich in zahlreichen Haushalten. Viele Jahre prägte der Schweizer Reiseschriftsteller, Fotograf und Filmemacher René Gardi das Afrikabild einer ganzen Generation. Ein Diskurs über das damals entstehende Bild von den „schönen nackten Wilden und der vormodernen Zeit“, so Gardi selbst, fand nicht statt. Mischa Hedinger blickt in diese Zeit zurück und greift für seine Auseinandersetzung auf das umfangreiche Archiv von Film-, Tonbandaufnahmen, Büchern, Zeitungsartikel und Tagebuchaufzeichnungen René Gardis zurück. Er konfrontiert uns mit den damals hergestellten Bildern und Texten, erzählt aus Gardis Lebensgeschichte, den zeitgeschichtlichen Hintergründen, und öffnet hierüber die Möglichkeit einer aktuellen Debatte. Was ist geblieben von den damaligen Ansichten? Wie hat er seine Berichte und Eindrücke vermittelt? Was sich uns zeigt, ist ein Einblick in transkontinentale Mediengeschichte und ihre Produktionsbedingungen. Der Film entlarvt das Bildermachen als eine Form des Kolonialismus. Mischa Hedinger dazu: „Ich denke, dass Gardis Werk nicht von Afrika und den AfrikanerInnen handelt, sondern von uns und unserer Geschichte erzählt.“
Von Carmen Beckenbach

Diese Arbeit wurden beim dokKa Festival 2019 präsentiert:
02.06.2019 18:00 Uhr

https://cineuropa.org/en/video/367758/rdid/367274/

  • Titel: African Mirror
  • Von: Mischa Hedinger
  • Sprachen: Deutsch, Schweizerdeutsch, Französisch
  • Produktionsland: Schweiz
  • Länge: 84 Min.
  • Untertitel: Englisch