Mit dem stärksten Publikumszuspruch der Festivalgeschichte ist am Sonntagabend, 17. Mai 2026, die 13. dokKa Ausgabe zu Ende gegangen. Zwischen dem 13. und 17. Mai kamen rund 1.500 Teilnehmende in die Kinemathek und die Schauburg – ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die beiden neu eingeführten Programmpunkte sorgten für volle Säle. Bereits jetzt steht fest: dokKa 14 findet vom 5. bis 9. Mai 2027 in Karlsruhe statt.
„Vor wenigen Monaten stand noch in Frage, ob dokKa in dieser Form überhaupt stattfinden kann – umso mehr freut uns, was wir in den vergangenen fünf Tagen erlebt haben", sagt Festivalleiter Nils Menrad. „Volle Vorstellungen, intensive Filmgespräche und durchweg positive Rückmeldungen aus dem Publikum: Das ist ein großartiger Erfolg für das gesamte Team und zugleich Ansporn, dokKa weiter zu entwickeln."
Erstmals richtete dokKa mit dokKa Kids ein eigenes Programm für junges Publikum aus. Der Auftakt wurde sehr gut angenommen und soll in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Ebenfalls erstmals im Festivalprogramm: das Screening der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) am Freitagabend, das restlos ausverkauft war. Studierende des Fachbereichs Medienkunst Film zeigten ihre Arbeiten und diskutierten mit dem Publikum – ein Austausch, der laut Menrad „in dieser Dichte selbst die Beteiligten überrascht hat".
Auch die etablierten Begleitformate – das dokKa-Frühstück im Passagehof, die Festivalparty sowie der Branchentreff mit der AG DOK Südwest – waren stark frequentiert. Markenzeichen des Festivals blieben die Gespräche mit Filmemacher:innen und Hördoku-Autor:innen, die im Anschluss an jede Vorführung im Foyer der Kinemathek stattfanden. Eine Übersicht der Gäste und Talks zum nachhören gibt unter dem folgenden Button.
Den am Eröffnungsabend erstmals vergebenen dokKa-Förderpreis Uschi und Bernhard Burger (1.500 Euro) erhielt Jelena Ilić für ihren Debütfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht". Über drei Jahre hat die Filmemacherin gemeinsam mit ihrem Vater gedreht und Zeichnungen aus einem gemeinsamen Skizzenbuch zu animiertem Filmmaterial weiterentwickelt. Die Jury würdigte die „starke, unverwechselbare Handschrift" der Arbeit und den „innovativen Einsatz der filmischen Mittel", mit dem Zeichnungen, Interviews, Archivmaterial und Tondokumente zu einer vielstimmigen Komposition verwoben würden.
Der Förderpreis wurde von der Familie Burger zum Andenken an Uschi und Bernhard Burger gestiftet, die dem Festival über viele Jahre als Fördermitglieder verbunden waren.
Der dokKa-Preis des SWR für die ausgezeichnete Hördokumentation ging an Ludwig Berger für sein Feature „Im Ohr der Landschaft", ein Porträt der tauben Dichterin Josephine Dickinson, die dank eines Cochlea-Implantats das Hören neu entdeckt. Die Jury hob die Verschränkung von O-Tönen, Field Recordings und gesprochenen Texten hervor: Das Stück lade zu einer „Langsamkeit ein, durch die erst achtsames Zuhören möglich wird – eine Fähigkeit, die in Zeiten dauerhafter Reizüberflutung, politischer Spaltung und des Ringens um Aufmerksamkeit wichtiger ist denn je." Das Preisträgerstück wird am Freitag, 22. Mai, um 15.05 Uhr auf SWR Kultur ausgestrahlt.
Preise dokKa 2026Trotz des sportlichen Verlaufs bleibt die Finanzierung des Festivals herausfordernd. Von den benötigten 49.352 Euro sind bislang 20.279 Euro eingegangen (41,1 Prozent). Die Spendenkampagne unter dokka.de/retten läuft weiter. „Wir bedanken uns sehr bei allen, die uns bisher unterstützt haben", so Menrad. „Jede weitere Spende hilft, dokKa auch 2027 und darüber hinaus stattfinden zu lassen."
Bei betterplace für dokKa spenden