Gerd Kroske
Dokumentarfilm
t Gespräch in der Kinemathek Karlsruhe mit
Gerd Kroske
Auf alten U-matic-Bändern vom Leipziger Piratensender Kanal X erzählen Frauen kurz nach der Wende von Arbeit, Unabhängigkeit und einem selbstbestimmten, finanziell eigenständigen Leben – oft in typischen Männerberufen und geprägt von harter Schichtarbeit. Dann der Bruch: Jobs weg, Perspektiven auch. Über 30 Jahre später holt Gerd Kroske sie zurück vor die Kamera. Im Split-Screen begegnen sie ihrem jüngeren Ich – Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig, wie ein Dialog über Zeit hinweg. Die historischen Aufnahmen machen klar: Viel ist verschwunden, aber nicht alles. Stolz, Eigensinn, Haltung bleiben. Gerd Kroske: „Mich interessieren die Vorgänge, Prozesse, Stimmungen und Gesichter von Menschen. Die Orte, an denen sie leben und die von Umbrüchen geprägt sind. Und wie Menschen sich aus historischen Verwerfungen losmachen.“
Gerd Kroske
Geboren in Dessau / DDR. Lehre als Betonwerker. Arbeit als Telegrammbote und in der Jugendkulturarbeit. Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und Regie an der HFF „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg. Arbeit als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio [1987-1991]. Zusammenarbeit mit den Regisseuren Petra Tschörtner (†), Thomas Heise (†), Jürgen Böttcher und Volker Koepp. Eigene Regiearbeiten ab Herbst 1989. Freischaffender Autor und Regisseur seit 1991. Verschiedene Jury- & Lehrtätigkeiten für Film. Retrospektive »Deutschlandbilder–Filme Gerd Kroske« im Österreichischen Filmmuseum Januar/Februar 2020. Juror der Internationalen Berlinale-Jury für den Dokumentarfilmpreis im Februar 2020. Werkschau im Zeughauskino des DHM „Dokumentarische Positionen“ im März 2024. Produzent realistfilm seit 1996.



Gerd Kroske
Geboren in Dessau / DDR. Lehre als Betonwerker. Arbeit als Telegrammbote und in der Jugendkulturarbeit. Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und Regie an der HFF „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg. Arbeit als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio [1987-1991]. Zusammenarbeit mit den Regisseuren Petra Tschörtner (†), Thomas Heise (†), Jürgen Böttcher und Volker Koepp. Eigene Regiearbeiten ab Herbst 1989. Freischaffender Autor und Regisseur seit 1991. Verschiedene Jury- & Lehrtätigkeiten für Film. Retrospektive »Deutschlandbilder–Filme Gerd Kroske« im Österreichischen Filmmuseum Januar/Februar 2020. Juror der Internationalen Berlinale-Jury für den Dokumentarfilmpreis im Februar 2020. Werkschau im Zeughauskino des DHM „Dokumentarische Positionen“ im März 2024. Produzent realistfilm seit 1996.