Daniel Kötter
Dokumentarfilm
t Gespräch in der Kinemathek Karlsruhe mit
Daniel Kötter
Gespräch in der Schauburg mit
Daniel Kötter
Der Film beginnt mit dem Bild eines gigantischen, gefährlich geneigten Baumes – ein stummes Vorzeichen für eine Welt im Ungleichgewicht. In hypnotischen, beinahe unmerklichen Übergängen bewegt sich Daniel Kötters Kamera durch die Wälder des Bergischen Landes, Indonesiens und der DR Kongo. Ohne geografische Markierungen verschmelzen diese Räume zu einer transnationalen Landschaft ökologischer und sozialer Verwundbarkeit. Basierend auf einer kollaborativen Recherche mit der Frauenrechtlerin Olande Byamungu sowie dem Instrumentenbauer und Musiker Ikbal Lubys entfaltet sich ein vielstimmiges Geflecht aus Märchen, Erinnerungen und Zeugnissen. Während Kötter die Menschen mit beobachtender Distanz betrachtet, erscheinen die Wälder selbst zunehmend als verletzliche Akteure mit eigener Präsenz und Zeitlichkeit. Erst allmählich offenbart "Kukata Miti" – „Abholzung“ – die globalen Zusammenhänge hinter gefällten Bäumen und gerodeten Landschaften. Dabei stellt "Kukata Miti" mit wachsender Dringlichkeit die Frage: Was macht einen Wald aus? Wem begegnen wir in ihm? Und wie lässt sich das Verhältnis zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren neu erzählen? So erweist sich der Film als essayistischer Dokumentarfilm, der den Wald als umkämpften Raum neuer Wahrnehmung und Erzählbarkeit erschließt.
Daniel Kötter
Daniel Kötter ist Dokumentarfilmer und Theaterregisseur. Sein besonderes Interesse gilt der Urbanisierung und den politischen Landschaften in Afrika und Westasien. Seine Musiktheater-Performances in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes Seidl wurden seit 2008 auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Zwischen 2009 und 2015 entwickelte er die Reihe state-theatre zu Bedingungen von Theaterarchitektur und urbaner Performativität in Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut und Mönchengladbach (mit Constanze Fischbeck). 2014-17 arbeitete er mit dem Kurator Jochen Becker an dem Forschungs-, Ausstellungs- und Filmprojekt CHINAFRIKA. Under construction. Sein Film Hashti Teheran (60', 2017) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Rift Finfinnee (79', 2020) über die Urbanisierung in Äthiopien gewann den DEFA-Preis bei DOK Leipzig. Sein jüngster Film Landshaft (2023, 97') gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm des Verbands der deutschen Filmkritik.
Daniel Kötter
Daniel Kötter ist Dokumentarfilmer und Theaterregisseur. Sein besonderes Interesse gilt der Urbanisierung und den politischen Landschaften in Afrika und Westasien. Seine Musiktheater-Performances in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes Seidl wurden seit 2008 auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Zwischen 2009 und 2015 entwickelte er die Reihe state-theatre zu Bedingungen von Theaterarchitektur und urbaner Performativität in Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut und Mönchengladbach (mit Constanze Fischbeck). 2014-17 arbeitete er mit dem Kurator Jochen Becker an dem Forschungs-, Ausstellungs- und Filmprojekt CHINAFRIKA. Under construction. Sein Film Hashti Teheran (60', 2017) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Rift Finfinnee (79', 2020) über die Urbanisierung in Äthiopien gewann den DEFA-Preis bei DOK Leipzig. Sein jüngster Film Landshaft (2023, 97') gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm des Verbands der deutschen Filmkritik.