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Das Huhn. Im Parlament der Dinge.

von Barbara Eisenmann

18.09.2021 15:00 Uhr +online
Barbara Eisenmann ist bekannt dafür, dass sie sich komplexen Themen, gerne aus der Finanzwelt, widmet und diese in außergewöhnliche akustische Form bringt. Dieses Mal gewährt sie uns einen ernüchternden Blick auf das Huhn und seine Rolle innerhalb der agrarindustriellen Organisations- und Produktionsform. Schon lange ist das Huhn viel mehr als ein eierlegendes Nutztier, es ist zu einem Hochleistungsproduzenten gezüchtet worden, zum Hybridhuhn.
Die Autorin, die auch Regie führte, ließ sich für die Form ihres Stückes von den Ideen des französischen Soziologen und Philosophen Bruno Latour inspirieren und eröffnet „Ein Parlament der Dinge“, in dem Menschen und nicht-menschliche Wesen ihre Interessen verhandeln. Verschiedene Stimmen bilden dabei den akustischen Rahmen: die des Kapitalismus, der Bürokratie und die des Parlamentes (Schauspielerin Fritzi Haberlandt). Dazu gesellen sich Expertinnen und Experten, wie Edmund Haferbeck (PETA), Inga Günther (Ökologische Tierzucht), Ulrich Petschow (Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung) und Judith Düesberg (Genethisches Netzwerk). Die Hühner, die den Chor bilden, kommen immer wieder zu Wort um ihr Leid zu klagen und zu protestieren „Wir haben es satt. Es ist genug. Wir haben es satt. Es ist genug.“
Von Carmen Beckenbach

  • Titel: Das Huhn. Im Parlament der Dinge.
  • Von: Barbara Eisenmann
  • Produktionsland: Deutschland
  • Länge: 54 Min.